Auszug aus einem Vortrag, gehalten anläßlich der Feier
zum 10jährigen Bestehen des Sächsischen Schweinezuchtverbandes
e.V. Der Beitrag endet mit dem Jahre 1989, weil an anderer Stelle dieser
Zeitschriftenausgabe (Sachsenpost 17, d.Red.) ausführlich über
die Jahre 1990 – 2000 berichtet worden ist.
Sehr geehrte Frau Präsidentin, verehrter Herr Vorsitzender, meine Damen und Herren, liebe Züchter und verehrte Gäste!!
Zum festlichen Abend ist es mir eine besonders hohe Ehre, im Rahmen des 10jährigen Bestehens des Sächsischen Schweinezuchtverbandes über 100 Jahre Schweinezucht in Sachsen zu sprechen.
Wenn wir heute das 10-jährige Bestehen feiern, so ist das zwar nur ein Zehntel der Gesamtzeit von 100 Jahren erfolgreicher Schweinezucht in Sachsen, aber ein sehr bedeutender. Ich selbst konnte diese Zeit über 40 Jahre mitverfolgen. Am Nachmittag wurde in den Berichten des Vorstandes durch den Vorsitzenden, Herrn Gelfert, und den Geschäftsführer, Herrn Dr. Hallfarth, die ergebnisreiche Arbeit im letzten Jahrzehnt dargestellt, worauf ich jetzt nicht Bezug nehmen werde, aber zum Erfolg herzlich beglückwünschen möchte.
Die systematische Schweinezucht in Sachsen hat aus den gesellschaftlichen Erfordernissen heraus bereits in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts um 1850 ihren Ursprung und um die Jahrhundertwende mit der Gründung von Zuchtvereinen und der Entwicklung neuer Rassen Marksteine gesetzt.
Den relativ großen Zeitraum von über 100 Jahren kann man
in einzelne Zuchtetappen unterteilen, wie in Tabelle 1 ausgewiesen ist.
Beachtlich ist dabei, daß die Zeiträume der Veränderungen
im Zuchtgeschehen immer kürzer werden.
| Tab. 1: Zuchtetappen - Geschichtlicher Abriß | |
| bis 1904 | Entstehung der Rassen und Verbände |
| 1905-45 | Entwicklung der Rassen und der Herdbuchzucht (DvL, DE, DS, DC, Berkshire) |
| 1946-60 | Nachkriegszeit – Aufbau der Herdbuch-Zucht, Mehrzweckrassen |
| 1961-70 | Fleischschweinezüchtung – Linienzuchtprogramme – Einführung der KBS und neuer Formen der Reproduktionsorganisation |
| 1971-89 | Hybridzuchtprogramm – Neuzüchtung von Rassen, Weiterentwicklung der Leistungsprüfung und Zuchtwertschätzung |
| 1990-... | Zuchtprogramm des Sächsischen Schweinezuchtverbandes e.V. |
Nachdem im Jahre 1904 auf einer DLG-Schau die beiden noch heute bedeutendsten weißen Rassen Deutsches veredeltes Landschwein -DvL- (heute: Deutsche Landrasse) und Deutsches Edelschwein -DE- (heute: vielfach als Large White bezeichnet) anerkannt waren, ging es in der Folgezeit um deren Konsolidierung, aber auch um weitere Rassen, wie das Sattelschwein, die Cornwall- und vereinzelt auch um die Berkshire-Rasse.
Insgesamt betrachtet hatten sich die Schweinebestände bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts fast verdoppelt von 38,7 Schweine auf 100 ha um 1900 auf 54,6 im Jahre 1940 und demgegenüber bis 1989 vervierfacht auf über 200 Stück/100 ha.
Die Kriege und gesellschaftlichen Veränderungen haben jeweils zu beachtlichen Bestandseinbußen geführt. Nach dem ersten Weltkrieg hatte sich die Zahl der Schweine um die Hälfte und nach dem 2. Weltkrieg um 2/3 verringert. Leider sind auch nach der Wende 1990 beachtliche Bestandsreduzierungen eingetreten.
Die Zeit nach dem Jahre 1945 zeichnet sich durch klar abgegrenzte Zuchtaktivitäten aus, die deutschlandweit und sogar international ähnlich waren. Nur mit dem Unterschied, daß der zeitliche Ablauf sich anders gestaltet hat. Betrachtet man die einzelnen Etappen etwas genauer, so sind in der Schweinezucht in Sachsen zahlreiche Besonderheiten nachweisbar, wie in den folgenden Tabellen zu sehen sein wird.
Zunächst zeigt die Tabelle 2 den Zeitraum bis 1904. Bereits 1850
kamen erste ausländische Importe nach Sachsen, um die hiesigen Landschläge
in der Leistung zu verbessern. Die Ausdehnung der Bevölkerung erforderte
eine umfangreichere Versorgung mit Nahrungsmitteln. Damit begann auch die
Züchtung des legendären Meißner Schweines im Landschweinetyp
(Abbildung 1).
| Tab. 2: Zuchtetappe bis 1904: Entstehung der Rassen und Zuchtverbände *) | |
| ~1850 | erste Importe ausländischer Rassen zur Leistungsverbesserung einheimischer Rassen, insbesondere aus England, u.a. Large White und Cumberland |
| 1846 | Beginn der züchterischen Bearbeitung des Meißner Schweines im Landschweinetyp |
| 1884 | Hermann v. Nathusius gründet das 1. Schweineherdbuch |
| 1888 | Gründung der Zuchtgenossenschaft des Meißner Schweines (am 24.11.1888 mit 70Züchtern), die erste in Deutschland |
| 1889 | erste Körung des Meißner Schweines (~50 Jahre vor allgemeinem Körzwang) und Aufnahme der Tiere in das Zuchtregister |
| 1892 | Anerkennung der Genossenschaft durch die DLG und Beschickung der DLG-Schauen 1892 und 1898 durch die Rasse Meißner Schwein |
| um 1900 | Parallele Entwicklung des Veredelten Landschweines in anderen Gebieten, u.a. von Hoesch in Neukirchen/Sachsen Anhalt und des Deutschen Edelschweines in Ringfurth, Provinz Sachsen und von Meyer in Friedichswerth/Thür. auf gleicher Zuchtgrundlage |
| 1904 | DLG-Schau – Anerkennung beider Rassen als selbständige DvL und DE, bei gleicher genetischer Gundlage entstand das DvL über Veredelungskreuzung und das DE über Verdrängungskreuzung |
Abb. 1: Sau der Rasse Meißner Schwein (nach Behmer, 1902)
Nachdem Herrmann v. Nathusius im Jahre 1884 das erste Schweineherdbuch geöffnet hatte, kam es 1888 zur Gründung der ersten Zuchtgenossenschaft in Deutschland, die Genossenschaft des Meißner Schweines mit immerhin 70 Mitgliedern. Erste Körungen wurden durchgeführt, die erst 50 Jahre später zur Pflicht wurden. Es folgten die offizielle Anerkennung und die Beschickung der DLG-Wanderausstellungen bis 1898 als selbständige Rasse.
Parallel zur Züchtung des Meißner Schweines kam es auch in anderen Landesteilen zu Rassenentwicklungen. So wurde von Hoesch in Neukirchen/Sachsen-Anhalt ebenfalls ein Landschwein gezüchtet und in Ringfurth/Provinz Sachsen bzw. von Mayer in Friedrichswerth/Thüringen entstand das Edelschwein. Schließlich wurde im Jahre 1904 das Meißner Schwein in die Rasse DvL eingefügt, und auf der DLG-Schau in Danzig sind dann zwei Rassen, DvL und DE, als selbständige Zuchtpopulationen anerkannt worden.
Für die Entwicklung der weißen Rassen DvL und DE ist aber interessant, daß beide Rassen gleichen genetischen Ursprungs sind. Sie entstanden nur durch unterschiedliche Zuchtverfahren, durch die Veredelungskreuzung das DvL und durch Verdrängungskreuzung das DE. Hierin zeigt sich auch das Können der Züchter. Nach einem fixierten Programm, das Leistungsprüfung und gezielte Verpaarung einschließt, wurden und werden neue Rassen entwickelt und der Zuchtfortschritt bestimmt. Über einen längeren Zeitraum vollzog sich eine biologische und genetische Veränderung des Tiermaterials, das heute heftigste Diskussionen auslösen würde, wenn es um genetisch veränderte Nahrungsmittel oder gar um Gentechnik geht, die das gleiche bewirkt, nur auf einen kürzeren Zeitraum bezogen.
Die Zuchtetappe bis zum II. Weltkrieg zeichnet sich durch die Konsolidierung
der Rassen aus, wo jeweils die Reinzucht dominierte (Tabelle 3).
| Tab. 3: Zuchtetappe 1905-45: Entwicklung der Rassen und der Herdbuchzucht *) | |
| 1919 | Seedorf fordert systematische Leistungsprüfung |
| 1920 | Gründung des Landesverbandes Sachsen des DvL, später folgte das DE |
| 1926 | erste MPA in Friedland |
| 1927 | verbindliche Richtlinien der Zuchtleistungsprüfung in Herdbuchzuchten obligatorisch eingeführt |
| 1935 | Gründung des Landesschweinezuchtverbandes Sachsen durch Zusammenschluß der Zuchtverbände DvL und DE |
| 1936 | Einführung des allgemeinen Körzwanges in Sachsen mit dem Reichstierzuchtgesetz Für Sachsen waren zwei Jahreszahlen bedeutungsvoll, 1920 die Gründung des Landesverbandes Sachsen der DvL und 1935 die Gründung des Landesschweinezuchtverbandes Sachsen, also heute vor 65 Jahren !! |
Nach dem Kriege erfolgte der Wiederaufbau der Herdbuchzucht und in Sachsen
1946 die Gründung einer Sächsischen Schweinezuchtgesellschaft,
die später vom Landesverband der VdgB übernommen worden ist und
nach Auflösung des Landes Sachsen dann 1958 in die drei Tierzuchtinspektionen
Dresden, Chemnitz und Leipzig überging (Tabelle 4).
| Tab. 4: Zuchtetappe 1946-60: Wiederaufbau der Herdbuch-Zucht, Züchtung von Mehrzweckrassen | |
| 1946 | Gründung einer Sächsischen Schweinezuchtgesellschaft *) |
| 1947 | Wiedereinführung der Zuchtleistungsprüfung |
| 1950 | Übernahme der Herdbuchzucht Sachsens vom Landesverband der VdgB |
| 1952 | Auflösung des Landes Sachsen; bis 1958 Beibehaltung einer einheitlichen Tierzuchtleitung, danach Bildung der drei Tierzuchtinspektionen auf Bezirksebene: Dresden, Chemnitz, Leipzig |
| 1953 | Beginn der Leistungsprüfung in MPA mit Einzeltierhaltung in Oberholz |
| 1960 | Erweiterung der Prüfkapazität mit 4er Gruppen, Aufbau der MPA Sörnewitz |
| *) = teilweise Informationen nach Dr. Möbius | |
Die Entwicklung der Schweinezucht verlief über die verschiedenen Organisations- und vor allem auch Eigentumsformen und führte schließlich zu leistungsstarken Populationen, wobei wiederum das DvL den größten Anteil hatte, gefolgt vom DE. In geringerem Umfang waren Herden des DS (Hirschfeld noch bis zur Wende am bedeutendsten), DC und bis 1960 noch die Berkshire vorhanden.
Die Zucht hatte in der Nachkriegsperiode unter dem Begriff "Mehrzweckschwein" alle Rassen auf hohe Tageszunahmen mit entsprechendem Fleisch- und vor allem ausreichenden Fettansatz orientiert.
Mit fortschreitendem Wohlstand begann etwa ab 1960 die Fleischschweinezüchtung,
wofür wiederum wie vor 100 Jahren diesbezüglich besser veranlagte
ausländische Rassen sowohl bei der LR als auch beim DE im wesentlich
über Eber aus England, Schweden und Westdeutschland eingeführt
worden sind (Tabelle 5).
| Tab. 5: Zuchtetappe 1961-70: Fleischschweinezüchtung – Linienzuchtprogramme - Einführung der KBS und neuer Formen der Reproduktionsorganisation | |
| 1961 | Ausdehnung der Herdbuch-Zucht auf Großbetriebe VEG und LPG Entwicklung verschiedener Linien und Liniengruppen innerhalb der Rassen Import besser veranlagter Rassen im Fleischansatz, meistens über Eber, u.a. aus England, Schweden und Westdeutschland Ausdehnung der KBS und weiterer biotechnischer Maßnahmen |
| 1965 | Beginn des Ultraschallmeßdienstes (USMD) zur Erfassung der Speckdicke und des Muskel-Speckflächen-Verhältnisses |
| 1969 | Einbeziehung der Ultraschall-Muskeldicke und Ermittlung des Muskel- Speckdicken-Verhältnisses (MSV) |
| 1970 | Beginn des Eberstichprobentestes |
Mit Ausdehnung der Herdbuchzucht auf Großbetriebe der VEG und LPG spielte die Linienzucht eine wesentliche Rolle. Private Züchter haben dabei ihren Zuchtbestand eingebracht. Die Zuchtorganisation wurde den neuen Bedingungen angepaßt und die Leistungsprüfung auf höchste Informationssicherheit ausgerichtet. Einen besonderen Weg für Sachsen gab es nicht.
Mit den Prüfstationen für Mast- und Schlachtleistung, die im Jahre 1958 ihren Betrieb zunächst in Oberholz und später in Sörnewitz aufgenommen haben, waren Nachkommenprüfungen für Einzel- und Gruppenhaltung möglich geworden. Die Erfassung einzelner Daten wurde von einfachen metrischen Größen, wie Speckdicke und Kotelettmuskelfläche auf Fleischanteile erweitert, um immer genauer die Nutzleistung zu erfassen. Im Produktionsfeld wurde der Eberstichprobentest eingeführt.
Neben der Nachkommenprüfung in Stationen und im Feld wurde schließlich
die Eigenleistungsprüfung weiter ausgebaut. Der Ultraschallmeßdienst
(USMD) nahm seine Arbeit auf. Die 60er Jahre hatten auch ihre Besonderheit
mit dem Beginn der KBS und neuer Reproduktionsprogramme, die eine zyklogrammgesteuerte
Produktion ermöglichen sollten. In Tabelle 6 wird die Zuchtetappe
von 1970 bis 1989 betrachtet. Ende der 60er und zu Beginn der 70er Jahre
wurde die Züchtung neu konzipiert mit der Zielstellung, im so genannten
Hybridzuchtprogramm
durch gezielte Kreuzungen Hybrideffekte zu nutzen, die vor allem die Stabilität
der fleischreichen Schweine verbessern und ihre Streßempfindlichkeit
verringern sollten.
| Tab. 6: Zuchtetappe 1971-89: Hybridzuchtprogramm – Neuzüchtung von Rassen, Weiterentwicklung der Leistungsprüfung und Zuchtwertschätzung | |
| 1970 | Entwicklung neuer Rassen: Leicoma und Schwerfurter Fleischrasse |
| 1973 | Einführung der altersabhängigen Leistungsprüfung |
| 1974 | Beginn der Jungeber-Eigenleistungsprüfung in Stationen (ZEA) |
| 1978 | Systematische Erfassung der Fleischbeschaffenheit in Stationen (MPA) |
| 1989 | Anwendung integrierter Selektionsindizes (BLUP-Vorläufer) |
| 1990 | Gründung des Sächsischen Schweinezuchtverbandes e.V. |
Um die verschiedenen Kreuzungsprogramme, wie die Dreiwege-, Rotations- und kombinierte Kreuzung durchführen zu können, waren weitere Rassen notwendig, die durch Neuzüchtung über Kombinationen von Rassen geschaffen worden sind. Gleichzeitig wurde der Begriff Vater- und Mutterrasse eingeführt.
Bei der Neuzüchtung spielte in Sachsen der Bezirk Leipzig mit der Zucht in Polkenberg eine wichtige Rolle, die in der Namengebung der Rasse "Leicoma" ihren Niederschlag fand und wo erstmals auch die Durocrasse in das Zuchtgeschehen einbezogen worden ist. Allerdings sind die damaligen Duroc nicht mit den heutigen dänischen Fleisch–Duroc zu vergleichen.
Mit Forschungsarbeiten am Wissenschaftsbereich Schweinezucht der Universität Leipzig wurden die Grundlagen für die Einführung der altersabhängigen Leistungsprüfung in den MPA geschaffen und schließlich auch die Voraussetzungen für die Jungeber-Eigenleistungsprüfung in Stationen (ZEA).
Dabei ist interessant, daß nach der Recherche von Dr. Möbius bereits 1890 eine zentralisierte Eberaufzucht im Meißner Raum durchgeführt worden ist. Die Aufzuchtstationen befanden sich in zeitlicher Folge bei verschiedenen Züchtern, hatten aber zum Inhalt, gleiche Bedingungen für die Aufzucht der Eber zu schaffen, eine Zielstellung, die sich erst 1974 hier landesweit durchgesetzt hat. Die Voruntersuchungen durch den Wissenschaftsbereich Schweinezucht wurden maßgeblich mit der Dissertation von Fritzsche und Menne eingeleitet. Sie waren Grundlage entsprechender Weisungen und Durchführungsbestimmungen. In Sachsen waren damals in Köllitsch und Stockhausen bedeutende ZEA aufgebaut worden. Dr. Fritzsche war langjähriger Zuchtleiter (1964-78) für Schweine in der Tierzuchtinspektion Leipzig, danach folgte bis 1989 Dipl.Landw. Kiebler. Etwa zeitgleich wirkten in Dresden Dr. Möbius und in Chemnitz Frau Schöbel bzw. Herr Träber. An dieser Stelle möchte ich auch Herrn Dr. Möbius danken für die Bereitstellung seiner historischen Untersuchungen, die veröffentlicht und in der Deutschen Bücherei Leipzig nachzulesen sind. Auch den Herren Dr. Hallfarth, Dr. Fritzsche und Dr. Uhlemann gilt mein Dank für die gegebenen Hinweise, vor allem bezüglich Züchterpersönlichkeiten.
Und damit komme ich zum Schluß meiner Ausführungen. Was wäre eine geschichtliche Betrachtung, ohne den Menschen zu integrieren. In all den vielen Jahren waren es immer wieder Züchterpersönlichkeiten, die die Entwicklung vorangetrieben und deren Betriebe bzw. deren Zuchttiere das Geschehen bestimmt haben. Aus Zeitgründen ist es mir nicht möglich, alle Namen zu nennen, auch fehlen hierzu vollständige archivierte Aussagen, da bei der Bombennacht auf Dresden am 13. Februar 1945 alle Zuchtunterlagen verloren gegangen sind.
Aus der Vergangenheit nach 1945 möchte ich u.a. folgende Namen nennen:
Horst Belger, Steinbach, Heinz Seifert, Weinsdorf, Herbert Seifert, Großwaltersdorf, Arnd Gelfert, Dittmannsdorf und Hirschfeld, der Vater unseres Vorsitzenden, Wolfgang Müller, Beiersdorf, Dr. Gerhard Kramer, Köllitsch, der langjährige Vorsitzende und jetzt Ehrenvorsitzender des Verbandes, dazu Frau Abt, die Schweinezuchtmeisterin in Köllitsch.
Weiterhin waren bedeutende Züchter und Schweinezuchtmeister:
Trinksi in Polkenberg, Kunze in Greifendorf, Färber in Nauendorf bei Freiberg, Walter in Königshain, Börner, St. Michaelis, Taubert in Obermylau, Weißig in Pillnitz, Schmäh in Pommritz, Horn in Noitzsch, Olschewski in Priefel, Roche und Hager in Pirna-Rottwerndorf, Leuteritz in Korbitz, Eckelt in Wunitz, und nicht zu letzt die Familie Schneider in Weicha.
In diesem Sinne möchte ich meine züchterische Rückbetrachtung beenden. Die Einheit Deutschlands hat uns dankenswerterweise zusammengeführt, neue Aufgaben gestellt und ermöglicht dem Zuchtverband, weit über die Ländergrenzen hinaus wirksam zu werden.
Laßt uns aus den positiven Erkenntnissen und Lehren der Vergangenheit erfolgreich die Zukunft gestalten. Dazu wünschen ich dem Zuchtverband, seinem Vorstand und allen Mitgliedern viel Erfolg und das sprichwörtliche Schweineglück.