Dipl. Ldw. S. Eckert, Zuchtleiter des Sächsischen Schweinezuchtverbandes e. V. Die Preisentwicklung 1998/1999 hat zu einem Tiefstand geführt, den wohl selbst die größten Pessimisten nicht als möglich angesehen haben. Diese außergewöhnlich niedrigen Erzeugerpreise haben zum Teil zu erheblichen Liquiditätsproblemen in vielen Unternehmen mit Schweineproduktion geführt. Auch wenn die starken Verluste durch den Preisverfall nachhaltig wirken, geben die guten biologischen Leistungen des vergangenen Wirtschaftsjahres Mut und Auftrieb für die Bewältigung der neuen Herausforderungen der nächsten Jahre. Diese hohen tierischen Leistungen sind eine wichtige Voraussetzung, um aus dieser Krisensituation herauszukommen. Wichtig ist es darüber hinaus der Frage nachzugehen, mit welchen Strategien es gelingen kann, sich auch in Zukunft erfolgreich in einem hart umkämpften Markt für Schweinefleisch behaupten zu können. Zu diesen neuen Rahmenbedingungen und Herausforderungen gehört die Anpassung an die Wettbewerbssituation auf dem Weltmarkt, die zunehmende Konzentration des Lebensmittelhandels und der damit verbundenen Stärkung der Macht der abnehmenden Hand sowie die Fragen der Verschärfung von Tierschutzbestimmungen für die Haltung landwirtschaftlicher Nutztiere, Fragen des Umweltschutzes und der Produktqualität. Ebenso ist das Verbot der verbliebenen antibiotischen Leistungsförderer nach wie vor in der Diskussion und damit noch nicht vom Tisch. Erfreulich ist, daß die sächsischen Betriebe eine positive Grundhaltung zur Schweineproduktion haben und nichts unversucht lassen, durch das "Tal der Tränen" zu kommen. Nur wenige Betriebe haben bisher ihre Produktion reduziert bzw. eingestellt. Darauf weisen die Ergebnisse der jüngsten Viehzählung hin. Der Schweinebestand in Sachsen fiel Anfang November 1999 mit 632.798 Tieren um rund 1000 Stück oder knapp 0,2 % kleiner aus als ein Jahr zuvor. Der Rückgang bei Mastschweinen um 6,8 % fällt insbesondere in den oberen Gewichtsklassen (50-80 kg mit -9,0 %, >110 kg mit -11,7 %) deutlich ins Gewicht, während sich die Anzahl Zuchtschweine nur um 1,3 % verringerte. Der verhaltene Rückgang bei den Zuchtsauen sowie die Zurückhaltung der Mäster bei der Einstallung führten folgerichtig zu einem Überhang an Ferkeln (+10,6 %). Angesichts der katastrophalen Einkommenssituation haben sich die Ferkelerzeuger zurückhaltend in der Reproduktion der Sauenbestände verhalten. Das spiegelt sich im niedrigeren Jungsauenverkauf und in der Bestandsveränderung (-8,0 %) zum Stichtag wider. In die Ringauswertung wurden 59709 Sauen einbezogen. Damit steht 85% des in Sachsen gehaltenen Sauenbestandes unter Leistungserfassung. Durch diesen hohen Prüfanteil sind diese Ergebnisse repräsentativ für Sachsen. Die verbesserten biologischen Leistungen wurden schon angesprochen. Erstmalig ist damit im Berichtszeitraum mit 20,41 eine Aufzuchtleistung von über 20 Ferkel je Sau und Jahr erreicht worden. Das belegen die Auswertungen des Sächsischen Landeskontrollverbandes e. V., des Sächsischen Schweinezuchtverbandes e. V. und des PIG-Datendienstes aus 104 Betrieben (Tabelle 1). Feststellbar ist eine höhere Anzahl lebend geborener Ferkel je Wurf von 10,62 (+0,08 z. Vj.) und eine höhere Fortpflanzungsfrequenz (Anzahl Würfe je Sau und Jahr) von 2,20 (+ 0,02 z. Vj.), die vorrangig auf ein verbessertes Herdenmanagement zurückzuführen ist. Das verbandseigene Spezialistenteam für die gezielte Trächtigkeitskontrolle (Scannerdienst) leistet hierzu einen nicht zu unterschätzenden Beitrag.
In der Ringauswertung Schweinemast des Sächsischen Landeskontrollverbandes e. V. wurden knapp 458.000 Mastschweine erfaßt. Das sind damit fast 20 % mehr Mastschweine als im Vorjahr (Tabelle 2). Die täglichen Zunahmen lagen mit 680 g um 9 g über dem Vorjahresergebnis. Ausdruck der marktorientierten Zuchtarbeit ist die weitere Verbesserung der Masttagszunahme bei gleichzeitiger Steigerung des Muskelfleischanteils um 0,2 %. Der sehr geringe Erlös von 180 DM pro verkauftes Mastschwein ist die Folge des anhaltend niedrigen Erzeugerpreises.
Auch an unseren Züchtern in den Basis- und Vermehrungszuchten ist der Schweinezyklus mit seiner Tiefpreisphase in den vergangenen Jahren nicht spurlos vorübergegangen. Niedrige Preise für Zuchttiere bei rückläufigem Absatz sowie zunehmende Probleme beim Verkauf der Ferkel aus der Mutterrassenanpaarung waren auch für das Jahr 1999 kennzeichnend. Ungeachtet dieser Situation ist es wiederum gelungen, stabile positive Ergebnisse in den wirtschaftlich relevanten Merkmalen zu erreichen. Anhand nachstehender Darstellungen und Wertungen ist nachweislich erkennbar, daß ein hohes genetisches Leistungspotential im reproduktiven Bereich als auch in den Merkmalen der Mast- und Schlachtleistung vorhanden ist. Sauenbestand im Herdbuch Die tragenden Säulen unseres Zuchtprogrammes sind die Deutsche Landrasse, die Rasse Large White und die Rasse Pietrain. Für 15 Züchter ist die Deutsche Landrasse die Grundlage ihrer Zuchtarbeit. In den drei Basiszuchtbetrieben werden die Prüfanpaarungen für die Geschwister- und Nachkommenprüfung in der LPA-Köllitsch durchgeführt, die notwendigen männlichen Prüfferkel bereitgestellt und somit über die Eigenleistungsprüfung die Remontierung des Besamungseberbestandes gesichert. Zu den Aufgaben gehört auch die Bereitstellung von Reinzuchtsauen für die Vemehrungszucht. Durch Anpaarung von Large White Ebern wird eine F1-Sau als Sächsiche Kreuzungssau mit zugesicherten Leistungseigenschaften für die Ferkelerproduktionsbetriebe erzeugt. Auf die Bedeutung von genetisch einheitlichen Sauenbeständen und des Einsatzes eines reinrassigen Endstufenebers zur Verbesserung der Ausgeglichenheit der Endprodukte wurde bereits mehrfach hingewiesen. Mit der geplanten Anwendung der Auto-FOM-Klassifizierung gewinnt auch dieser Gesichtspunkt immer mehr an Bedeutung. Nicht allein aus diesem Grund wurden im Berichtszeitraum viele Gespräche zur Weiterführung und Stabilisierung der Reproduktion bei niedrigen, der Marklage angepaßten Zuchtschweinepreisen geführt. Die zu geringe Remontierung im zurückliegenden Zeitraum führt zweifellos zu einer ansteigenden Nachfrage zu Zeiten erhöhter Ferkelpreise. Unsere Züchter kennen diesen Zyklus aus Erfahrung und halten mit stabilen, in der Rasse DL mit leicht erhöhten Herdbuchsauenbestand vor (Tabelle 3). Der Rückgang im Herdbuchsauenbestand in den Rassen Large White und Pietrain sind Folge der Umstrukturierung des Sauenbestandes im Lehr- und Versuchsgut Köllitsch.
Fruchtbarkeits- und Aufzuchtleistung Die Zuchtstrategie des Verbandes ist nach wie vor auf die Förderung des genetischen Vorlaufes in der Basis- und Vermehrungsstufe ausgerichtet. Die Ergebnisse der Zucht- und Aufzuchtleistung sind Ausdruck einer weiteren Steigerung der Produktivität des Herdbuchsauenbestandes und stellen die hohe Leistungsfähigkeit und Eignung für die Erzeugung fruchtbarer Kreuzungssauen für die Ferkelproduktion unter Beweis (Tabelle 4). Nach wie vor liegt das Problem in der Übertragung dieser Ergebnisse auf die breite Landeszucht. Im Zuchtleistungsabschluß werden gemäß der Herdbuchbestimmungen die Fruchtbarkeits- und Aufzuchtleistungen bezogen auf den Wurf und je Herdbuchsau ausgewertet.
Unter Berücksichtigung des Jungsauenanteils von 25,4 % bei der Rasse DL bzw. 30,2 % in der Rasse Large White werden in den Reinzuchtbeständen Fruchtbarkeitsleistungen erreicht, die jedem Vergleich zum Bundesdurchschnitt stand halten. Die Entwicklung der Fruchtbarkeits- und Aufzuchtleistung der Rassen DL und DE sind in den Abbildungen 1 und 2 dargestellt.
Abb. 1: Entwicklung der Fruchtbarkeits- und Aufzuchtleistung der Deutschen Landrasse
Abb. 2: Entwicklung der Fruchtbarkeits- und Aufzuchtleistung der Rasse Large White Die Auswertungen am eigenen Tiermaterial zeigen Unterschiede in der Fruchtbarkeit zwischen den Eberlinien auf. Diese Ergebnisse werden von den Züchtern bei der Remontierung des Herdbuchsauenbestandes und in der individuellen Anpaarung berücksichtigt. Die Ermittlung des BLUP-Zuchtwertes Fruchtbarkeit für die Eber und Sauen der Deutschen Landrasse hat sich bewährt und wird über die Arbeitsgruppe "Leistungsprüfung und Zuchtwertschätzung beim Schwein" auch für die Rasse Large White vorbereitet. Eigenleistungsprüfung bei Sauen und Ebern Sauen: In den Zuchtbetrieben unseres Verbandes wurden 1999 über 24.000 Jungsauen der Eigenleistungsprüfung im Feld unterzogen. Der Rückgang zu 1998 um 4,9 % liegt deutlich niedriger als im Jungsauenverkauf (-18,7 %). Die Entwicklung in der Anzahl insgesamt getesteter Jungsauen seit 1993 ist in Abbildung 3 abzulesen.
Abb. 3: Entwicklung der Jungsauen-Eigenleistungsprüfung im Feld Auf einem bereits in den Vorjahren erreichten hohem Niveau konnte ein weiterer Leistungszuwachs erzielt werden. Die Sauen der Deutschen Landrasse und die Sächsische Kreuzungssauen dokumentieren mit 558 g bzw. 588 g Lebenstagszunahme ein für die Produktionspraxis wirtschaftlich ausgewogenes Leistungsverhältnis. Die Leistungsergebnisse und ihre Entwicklung in den vergangenen Jahren sind in Tabelle 5 dargestellt.
Neben der Stabilisierung der Lebenstagszunahme bei den Jungsauen der Rasse DL auf annähernd 560 g bei gleichbleibender Speckdicke ist bei den Sächsischen Kreuzungssauen in den zurückliegenden drei Jahren eine Erhöhung der Lebenstagszunahme bei gleichbleibender, auf 100 kg korrigierten Seitenspeckdicke erreicht worden. Die hohe Tierzahl unterstreicht die Aussagesicherheit der ausgewiesenen Werte und führt in der Zuchtwertschätzung zu einer hohen Genauigkeit der Zuchtwerte. Besamungseber mit einer sehr hohen Anzahl geprüfter Töchter werden in Tabelle 6 vorgestellt.
Eber: Die Eigenleistungsergebnisse der Feldprüfung von 308 Jungebern im Berichtszeitraum sind in Tabelle 7 dargestellt. Die hohen Zunahmen bei den Ebern der Rasse Pietriain mit 696 g (+ 50 g z. Vj.) und auf 7,0 mm korrigiertem Speckmaß sind ein Zeichen für Gesundheit und Stabilität.
Festzustellen ist, daß der Anteil Jungeber bei Large White mit über 800 g und bei Pietrain mit über 730 g in der Lebenstagszunahme deutlich zugenommen hat. Die Eigenleistungsprüfung der Eber verlagert sich zunehmend auch für die Rassen Large White und Pietrain in die Station. Im Prüfjahr 1999 wurden in die Leistungsprüfanstalt Köllitsch 472 Eberferkel der Deutschen Landrasse, 207 Eberferkel der Rasse Large White und 132 männliche Prüftiere der Rasse Pietrain zum Zwecke der Eigenleistungsprüfung eingestallt. Der Rückgang bei der Deutschen Landrasse auf 37,9 % erfolgte zugunsten der verstärkten Einstallung von Eberferkeln der Rasse Large White. Der Anteil männlicher Prüftiere dieser Rasse ist in den zurückliegenden drei Jahren kontinuierlich von 43 über 162 auf 207 Tiere angewachsen. Bei der Rasse Pietrain wurde mit 132 Eberferkeln annähernd die gleiche Tierzahl des Vorjahres erreicht. Hervorzuheben ist, daß mit der Eigenleistungsprüfung auf Station neben Wachstum und Futterverwertung durch die Typ- und Exterieurbeurteilung auch die Stabilität deutlich verbessert wird. Der verwirklichte Selektionsdruck in den einzelnen Parametern ist in Abbildung 4 deutlich abzulesen.
Abb. 4: Selektionsdruck bei der Exterieurbeurteilung (Jungeber aller Rasse) Sehr deutlich zeichnet sich der Zuchtfortschritt bei allen Rassen in den einzelnen Selektionsabschnitten ab. Die Leistungen der positiv selektierten sowie der vom Sächsischen Schweinezuchtverband e. V. angekauften Remonteeber werden in Tabelle 8 dargestellt. Die Abweichung der vom SSV angekauften KB-Eber macht die hohe Überlegenheit in den wirtschaftlich bedeutenden Merkmalen für eine effektive Schweinemast deutlich. Die züchterisch genutzten Jungeber liegen im Merkmal Futteraufwand bei einem um 230 bis 330 g geringeren Aufwand je kg Zuwachs. Mit der Exterieurbonitur wird besonders in Hinblick auf die Fundamentsstabilität der Jungsauen ein wichtiger Beitrag für eine Produktionsstabilität in den Praxisbetrieben geleistet. Es ist hervorzuheben, daß in der Rasse DL bereits die Großväter der Tiere des Prüfjahrganges 1999, mit Ausnahme der Nachkommen von zugekauften Ebern aus anderen Zuchtgebieten, die Eigenleistungsprüfung in der Leistungsprüfanstalt Köllitsch absolviert haben.
* Differenz zum Vergleichsmaßstab = geringerer FuA je kg Zuwachs Unter den 45 vom Sächsischen Schweinezuchtverband e. V. zugekauften Spitzenebern sind folgende Eber besonders herauszustellen:
Die Nachzuchtsammlung des Stammebers Liv 400 202 verdient besonder herausgestellt zu werden. Er selbst, mit zu den Spitzenebern in der Eigenleistungsprüfung des Jahrganges 1998 gehörend (s. Heft 14), hat mit seinen 6 stationsgeprüften Söhnen und seinen zeitgleich über die Feldprüfung gelaufenen Söhnen züchterisch Zeichen gesetzt.
TOP-Eberkollektion für das Jahr 2000 (Novemberkörung 1999), Nachkommen des Ebervaters Liv (Large White)
Zwei Brüder zu Katalognummer 11 und 12 in der Oktoberkörung 1999:
Nachzuchtbewertung des Ebers Liv:
Nachkommen- und Geschwisterprüfung auf Station Die sich über Jahre hinweg abzeichnende Leistungsentwicklung ist Ausdruck der erfolgreichen züchterischen Arbeit in den Stamm- und Vermehrungszuchten des Sächsischen Schweinezuchtverbandes e. V. auf der Basis intensiver Leistungsprüfung und Selektion. Eine Übersicht zum Stand der Mast- und Schlachtleistungsergebnisse der zuchtbestimmenden Rassen gibt Tabelle 10.
Anz. PT = Anzahl Prüftiere je Geschlecht PTZ = Prüftagszunahme FuA = Futteraufwand je kg Zuwachs IL = Schlachtkörperlänge KOT = Rückenmuskelfläche FFV = Fleisch-Fett-Verhältnis MF-BF = Muskelfleischanteil, LPA-Formel MF-S = Muskelfleischanteil, Sonde pH1 K = pH-Wert (45 min., Rückenmuskel) Die Deutsche Landrasse erbrachte bei durchschnittlichen Prüftagszunahmen von 855 g und einer Futterverwertung von 2,54 kg je kg Zuwachs einen Muskelfleischanteil von 56,8 %. Die Ergebnisse der Rasse Large White haben geschlechtsübergreifend in der Prüftagszunahme und im Futteraufwand die Ergebnisse der Vorjahre nicht wiederholen können. Im Muskelfleischanteil ist eine sehr hohe Veranlagung festzustellen. Unter Beachtung der zunehmenden Umstellung auf einen streßstabilen Pietraineber ist die Verbesserung des Muskelfleischanteils bei den männlichen Nachkommen auf 63,7 % (+ 0,1% z. Vj.) bzw. 65,3 % (+ 0,7 % z. Vj.) bei den weiblichen Prüftieren bemerkenswert. Ein vorübergehend instabiler Gesundheitsstatus im Bestand ist nicht ohne Auswirkung auf das Prüfergebnis geblieben. Nachkommenprüfung auf Fleischleistung im Feld Die Prüfung der Endstufeneber unter Praxisbedingungen hat durch den hohen Besamungsanteil und der daraus resultierenden großen Anzahl an Schlachtschweinen je Eber einen hohen Stellenwert. Mit der aufwendigen Ermittlung der genetisch fixierten Leistungsveranlagung unter Produktionsbedingungen im Feldtest nimmt der Sächsische Schweinezuchtverband aktiv Einfluß auf die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der sächsischen Schweineproduktionsbetriebe und seiner Kunden. Für den Ferkelerzeuger sind die Ergebnisse aus dem Feldtest unter Beachtung seiner konkreten Bedingungen eine wichtige Hilfe für die Auswahl der Besamungseber. Im Jahr 1999 wurden im Feldtest 70 Ebernachkommenschaften mit insgesamt 3651 Tieren auf Fleischleistung ausgewertet. Es handelt sich in der Mehrzahl um Eber der Rasse Pietrain, die in den zurückliegenden Jahren ihre dominierende Überlegenheit besonders im Muskelfleischanteil gegenüber Endstufenebern anderer Rassen und Konstruktionen überzeugend nachgewiesen haben und somit überwiegend zum Einsatz kommen. Auch in diesem Prüfjahrgang kommt die Überlegenheit gegenüber dem Kreuzungseber und der Rasse Duroc deutlich zum Ausdruck (Tabelle 11).
Die aufgezeigten Ergebnisse im Feldtest sprechen eindeutig für die Rasse Pietrain, zumal bei den niedrigen Einkommen in der Schweinemast der Muskelfleischanteil absolut hoch gewichtet werden muß und gewisse Vorteile im Zuwachs bei anderen Kombinationen ausgleicht. Die besten lebenden Spitzeneber in der Feldprüfung des Prüfjahres 1999 sind in der Tabelle 12 zusammengefaßt.
Die aufgezeigten züchterischen Maßnahmen sowie die umfassende Durchführung von Leistungsprüfungen dienen dem Ziel, Ihnen als Mitglieder unseres Verbandes und Kunden Zuchtprodukte mit höchstem genetischen Potential als beste Voraussetzung für einen wirtschaftlichen Erfolg zu bieten. Da sich der geringe Einfluß auf den Preis auch in Zukunft nicht wesentlich ändern wird, muß das zu erwirtschaftende Einkommen durch ständig verbesserte Tierleistungen bei geringem Kosteneinsatz gesichert werden. |
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