Die Mitteldeutsche Zuchtschweine-Erzeugergemeinschaft w.V. nahm ihre Tätigkeit auf

Dr. G. Hallfarth, Geschäftsführer des Sächsischen Schweinezuchtverbandes e.V.

 

Im Rahmen der Zusammenarbeit des Schweinezucht- und Produktionsverbandes Sachsen-Anhalt e.V. und des Sächsischen Schweinezuchtverbandes e.V. ist ein erstes wichtiges strukturelles Ergebnis zu verzeichnen. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der Zuchtschweineerzeugergemeinschaft Sachsen w.V. am 09.12.1999 in Grimma wurden Satzungsänderungen beschlossen. Diese Satzungsänderungen konzentrieren sich im wesentlichen auf das Tätigkeitsgebiet, auf die Anzahl der Vorstandsmitglieder und den Namen der Organisation, so daß damit Voraussetzungen und Akzeptanz in der Satzung auch für Herdbuch- und Vermehrungszüchter aus Sachsen-Anhalt gegeben ist.

Die Mitteldeutsche Zuchtschweine-Erzeugergemeinschaft wird als Absatzorganisation Organisation der beiden Zuchtverbände den Zuchtschweinehandel organisieren und steuern sowie im Auftrag und im Interesse der Zuchtbetriebe die Finanzgeschäfte als Kommissionär abwickeln. Beide Verbände haben die Zuchtschweinehandelstätigkeit dieser Erzeugergemeinschaft übertragen, welche ab Januar 2000 die Tätigkeit aufnahm.

In dieser Organisation ist ein enormes züchterisches Potential beinhaltet. Es umfaßt ca. 6.500 Sauen der Deutschen Landrasse, 1.700 Sauen des Deutschen Edelschweins bzw. Large-White, 400 Sauen der Rasse Leicoma und 300 Sauen der Rasse Pietrain. Somit werden nahezu 2/3 der in den ostdeutschen Verbänden eingetragenen Sauen dieser genannten Rassen der Herdbuch- und Vermehrungsstufe in den Zuchtbetrieben der beiden kooperierenden Verbände bearbeitet und der Absatz über die geschaffene gemeinsame Handelsorganisation im Interesse der Züchter organisiert. Weitgehende Übereinstimmung in den Zuchtprogrammen auf der Basis der Deutschen Landrasse und des Deutschen Edelschweins zielen auf die schrittweise Anwendung einheitlicher Erzeugungs- und Qualitätsrichtlinien bezüglich der genetischen Leistungsveranlagung als auch tiergesundheitlicher bzw. prophylaktischer Maßnahmen. Selbstverständlich strebt die geschaffene Erzeugergemeinschaft die Anerkennung nach dem Markt-Struktur-Gesetz und damit eine Förderung auf der Grundlage des Umsatzzuwachses an.

Sehr wichtig ist eine enge Verbindung zu den Verbänden. Dies betrifft sowohl die personelle Verbindung über die Mitarbeit im Vorstand als auch die Tätigkeit der Mitarbeiter in bezug auf die Belange der Zuchtverbände und der Handelsorganisation. Dies ist über Geschäftsbesorgnungsverträge geregelt, so daß keine kostenmäßige Mehrbelastung für die Zuchtbetriebe auftreten kann.

Im Rahmen der erweiterten Vorstandswahl wurden fünf Vertreter aus Zuchtbetrieben Sachsen-Anhalts in den Vorstand gewählt. Dies betrifft

  • Herr Joachim Klette, Alikendorf.

Herr Klette übernimmt zugleich das Mandat des Stellvertreters des Vorsitzenden des Vorstandes. Darüber hinaus wurden ergänzend in den Vorstand gewählt:

- Frau Janette Deutsch, Ballerstedt

- Herr Karsten Heicke, Rätzlingen

- Herr Hubert Scheuer, Kleinleitzkau

- Herr Klaus Schönfeldt, Quellendorf.

Mit dieser Wahl ist eine paritätische Präsenz der Züchter aus Sachsen-Anhalt im Vorstand gegeben.

Die Organisation muß und wird zunehmend absatzorientiert arbeiten. Dies bezieht sich nicht nur auf das eigentliche Tätigkeitsgebiet sondern auch auf Aktivitäten darüber hinaus. Die Mitteldeutsche Zuchtschweine-Erzeugergemeinschaft wird beispielsweise bereits auf der "AgroBalt" in Vilnius vom 09. – 12. Mai 2000 mit einem Informationsstand und mit Tiermaterial präsent sein, sowie auf einem gemeinsamen Stand mit beiden Zuchtverbänden auf der "EuroTier" in Hannover vom 28.11. – 01.12.2000. Darüber hinaus werden regionale Schauen und Messen besucht werden.

Der Vorstand und Mitarbeiter beider Verbände halten diese Organisation als wichtige Voraussetzung für eine perspektivisch notwendige Bündelung der Zucht- und Absatztätigkeit im Interesse einer Qualitätserhöhung und kostengünstiger Dienstleistung für den Züchter.