Kümmernde Ferkel und Läufer - auch an PMWS denken

Ohlinger, Pesch, Bischoff, Li Wang, SUS 3 / 1999 S. 9

Erstmals wurde 1991 von einer klinisch und histo-pathologisch einheitlichen Erkrankung von fünf bis acht Wochen alten Ferkeln in Kanada berichtet. Die Krankheit wurde als Postweaning Multisystemic Wasting Syndrome (PMWS) bezeichnet und stellt eine Infektion mit porzinen Circoviren dar.

Das Krankheitsbild zeigt sich vor allem in der Aufzucht und in der frühen Mastphase. Es ist vor allem durch Kümmern und respiratorische Probleme gekennzeichnet.

In untersuchten Beständen ergab sich folgende Symptom-Verteilung:

- Husten, Pumpen, Schniefen 56,9 %

- Kümmern nach dem Absetzen 32,7 %

- Verluste von Saug-/ Absatzfer-

keln, vereinzelt auch von Sauen 29,7 %

- Aborte 18,9 %

- Durchfallerkrankungen 18,4 %

- Fieber bis zu 41,5°C 14,3 %

- Verzögerte Geburten,

MMA-Komplex 8,1 %

- Vergrößerte Inguinal-

lymphknoten 8,1 %

- Nierenerkrankungen 6,1 %

- Ohrenspitzennekrose 4,1 %

- Magengeschwüre 4,1 %

- "Wollferkel" 4,1 %

- Darmdrehungen 2,0 %

- Lahmheiten 2,0 %

Daraus folgt, dass Kümmern und Erkrankungen der Atemwege im Vordergrund stehen, wobei der Anteil Kümmerer von 2-60 % variieren kann. In Deutschland treten die Symptome seit 1998 vorwiegend in dicht bewirtschafteten Schweinegebieten Niedersachsens und Rheinland-Pfalz verstärkt auf.

Durch die Schwächung des allgemeinen Gesundheitsstatus ist eine akute Anfälligkeit für andere Krankheitserreger gegeben, besonders ein Anstieg von PRRS-Infektionen konnte nachgewiesen werden. Besonders hohe Besatzdichten und vernachlässigte Reinigung und Desinfektion begünstigen ein schnelles Fortschreiten des Krankheitsverlaufes. Da bis zum heutigen Zeitpunkt noch kein Impfstoff zur Bekämpfung vorliegt, sollte das Augenmerk auf die Behandlung der Sekundärerreger gerichtet werden.

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Frankreich: Was die Zucht auf Fruchtbarkeit gebracht hat

H. Fuchs, SUS 5 / 1999 S. 22

Große Würfe sind die Basis für eine hohen Zahl abgesetzter Ferkel pro Sau und Jahr. Dieses Ziel wurde in den letzten 15 Jahren in Frankreichs Landeszucht konsequent verfolgt. Dadurch konnte im genannten Zeitraum die Wurfgröße um jeweils 1,4 Ferkel erhöht werden. Dieser Erfolg ist sowohl auf eine Verbesserung des Managements in der Schweineproduktion als auch auf den genetischen Fortschritt in der Fruchtbarkeit zurückzuführen, der in Frankreich nicht immer dieser hohe Stellenwert wie heute beigemessen wurde. In den 90-er Jahren änderte sich das Kaufverhalten der Verbraucher drastisch und somit mußte die Schlachtindustrie ihre Qualitätsparameter für Schweinefleisch ändern, was gleichzeitig eine Änderung der Zuchtschwerpunkte bedeutete. Hinzu kam ein Anstieg der Festkosten in der Schweineproduktion, der als logische Folge die Erhöhung der Fruchtbarkeit und Wachstumsleistung zur Kompensation finanziell erlittener Verluste forderte.

Als Zuchtziel wurden in der Mutterlinie die Fruchtbarkeit und in der Vaterlinie die Wachstumsintensität und Verbesserung der Ausschlachtungsergebnisse in den Vordergrund gestellt.

Es wurde begonnen, eine hyperfruchtbare Sau zu züchten, indem weibliche und männliche Spitzentiere der Population mit dem Ergebnis von 1,4 - 1,9 mehr abgesetzten Ferkeln je Wurf verpaart wurden. Die Zucht derart hyperfruchtbarer Sauen birgt natürlich auch einige Risiken, die sich in niedrigen Geburtsgewichten, höheren Anteilen an Totgeburten, erhöhter Ferkelsterblichkeit und einem höheren Anteil schlecht entwickelter Ferkel beim Absetzen widerspiegeln können. Desweiteren ist die Zucht auf Sauen mit genügend und funktionstüchtigen Zitzen zu forcieren, wobei 13 Zitzen als Minimum gelten sollten.

Stimmen werden laut, die auch die Einbeziehung anderer Kriterien wie hohe Geburtsgewichte, Robustheit und Langlebigkeit sowie ein stabiles Fundament der Sau fordern. Betrach-

tet man diese in Frankreich getroffenen Maßnahmen genau, so werden viele Parallelen zu unserem eigenen Zuchtprogramm sichtbar. Als Ausdruck des gestiegenen Leistungsniveaus

der sächsischen Schweine gibt dies mit Sicherheit Anlaß zur Hoffnung für die Zukunft.

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Viele geborene Ferkel - jetzt die Säugeleistung verbessern

H. Niggemeyer, SUS 5 / 1999 S. 26

Wie auch im vorangegangenen Artikel aufgezeigt ist es mit der Erhöhung der Wurfgröße allein nicht getan. Es müssen weitreichende flankierende Maßnahmen ergriffen werden, um diesen Fortschritt zu sichern und nicht mit erhöhten Ferkelverlusten den gesamten Erfolg zu gefährden. Hierbei ist auf eine gute Ausprägung der Gesäugeleiste zu achten, die 13 und mehr funktionstüchtige Zitzen besitzen soll. Es ist darauf zu achten, dass alle Zitzen angesaugt werden, um ein Veröden von Anfang an zu vermeiden. In Frankreich werden (wenn möglich) dazu 13 Ferkel an der Jungsau belassen, allerdings muß sich diese auch in guter Kondition präsentieren.

Weiterhin ist auch ein gesundes und stabiles Fundament von ausschlaggebender Bedeutung, dabei ist dies vorrangig ein Problem in der Reinzucht, denn alle Kreuzungsprodukte sind diesbezüglich schon stabil.

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Es bleibt weiter eng

DLG-Mitteilungen 2 / 2000 S. 74

Nicht nur hierzulande, auch in den USA, sind die Bestände rückläufig. Ob die für einen nachhaltigen Anstieg der Preise ausreicht, ist aber fraglich.

Laut gestellter Prognosen soll das Angebot an Schlachtschweinen EU-weit um 2% sinken. Diese Zahl wurde nach den Ergebnissen der Viehzählungen errechnet. Allerdings werden diese Zahlen von Experten schon wieder angezweifelt. Nach deren Meinung sind die derzeit für 25 kg Ferkel gezahlten Preise geeignet, die Produktion spezialisierter Sauenhalter hochzufahren. Auch über Exporte wird sich der Preis am Markt nicht regulieren, denn um gegenüber den USA konkurrenzfähig zu sein, müssen erhebliche Stützungen (0,78 DM/kg) von der EU gezahlt werden. Sollte diese Subventionierung des Schweinefleisches ausbleiben, so ist kaum ein Absatz am Weltmarkt zu erwarten. Dennoch wird die EU-Kommission um eine Anpassung der Exporterstattungen nicht herumkommen, da diese nicht länder- sondern teilstückspezifisch gezahlt werden. Es ist daher anzunehmen, dass Brüssel spätestens ab Juli 2000 den Katalog der Teilstücke, für die es keine Erstattungen gibt, erweitert. Sofern sich die Weltmarktpreise also nicht erholen, wird dadurch auch der Druck auf die einheimischen Schweinepreise zunehmen.

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Mit zunehmender Gesetzesdichte ins neue Jahrtausend

Dr. J. Ingwersen, SUS 1 / 2000 S. 6

Die weltweite Öffnung von Märkten führt dazu, dass über neue Standards zur Sicherung des Umwelt- und Klimaschutzes, des Tierschutzes und des gesundheitlichen Verbraucherschutzes verhandelt wird. Die Folge der Globalisierung ist also ein zunehmender Regeldruck. Dieser geht nicht allein vom Gesetzgeber, sondern auch von den Marktbeteiligten aus. Im Artikel werden nun verschiedene Themenbereiche angesprochen:

1.) Tierschutzfragen

Auf diesem Gebiet sind in nicht allzu ferner Zukunft Änderungen in der EU-Richtlinie über Mindestanforderungen für die tierschutzgerechte Haltung von Schweinen und der nationalen Tierschutz-VO zu erwarten. (Seit längerer Zeit befindet sich das europäische Übereinkommen zum Schutz von Tieren in landwirtschaftlichen Tierhaltungen in der Überarbeitung.) Einzelheiten sind zum heutigen Zeitpunkt jedoch noch nicht bekannt.

2.) BImSCH und UVP

Seit der Anhebung der Grenzwerte für das BImSch besteht eine Rechtsunsicherheit in Bezug auf die Durchführung der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). Die Grenzwerte der UVP liegen nun deutlich unter denen des BImSch. Vom Landwirtschaftsministerium wird aber eine

strikte Umsetzung der UVP-Richtlinie verfolgt. Zur Beseitigung der Rechtsunsicherheit und weil die Umsetzungsfrist für die UVP-Richtlinie bereits überschritten ist, wird eine entsprechende Verordnung erwartet.

3.) Ammoniakquote

In der EU befindet sich derzeit eine Richtlinie in Arbeit mit der Quoten für die umweltverträgliche Emission von Schadgasen festgesetzt werden sollen. Über ein Rechenmodell sind für 1990 die regionalen Emissionen von vier Schadgasen errechnet worden. In Deutschland legt das Genfer Protokoll eine Verminderung von 28 % des Ammoniakausstoßes in der Zeit von 1990 bis 2010 fest. Dabei dürfte die Verringerung des Tierbestandes in Ostdeutschland schon ein erheblicher Schritt auf dem Weg dorthin sein. Als Konsequenz wird eine Verschärfung der Düngeverordnung erwartet, was ein Verbot von Pralltellern sowie sonstiger Sprühtechniken bei der Gülleausbringung zur Folge haben könnte.

4.) Hygiene-Verordnung

In der im Mai 1999 verabschiedeten Schweinehaltungs-Hygiene-Verordnung wurde eine generelle Pflicht zur Einfriedung aller Schweinehaltenden Betriebe aufgenommen. Bisher waren nur wenige große Anlagen (mehr als 1250 Mastplätze bzw. mehr als 300 Sauenplätze) dazu verpflichtet. Jetzt bezieht sich die Forderung auf alle Betriebe mit mehr als 700 Mast- bzw. mehr als 150 Sauenplätzen. Weiterhin müssen alle Tierärzte, die eine Bestandsbetreuung gemäß der Hygieneverordnung durchführen wollen, bis zum 11.6.2000 ihre Qualifikation durch schriftliche Bestätigung der Tierärztekammer nachweisen.

5.) Fleischbeschau

Die Fleischbeschau ist in Deutschland sehr teuer, da sie von Tierärzten durchgeführt wird. Ein Pilotprojekt in Bayern soll helfen, hier Kosten zu sparen. In Bayern kann die Fleischbeschau an sogenannte beliehene Unternehmen vergeben werden, die unter staatlicher Kontrolle stehen.

6.) Datenbank Schwein

Hierzu stehen zur Zeit Aufwand und Nutzen in keinerlei Verhältnis. Laut EU sollte die Datenbank zum 1.1.2000 eingerichtet sein, aber auf Grund der gewaltigen Ablehnung seitens der Praxis kam dies nicht zustande. So wurden Kompromißvorschläge erarbeitet, die jedoch ohne eine flächendeckende elektronische Kennzeichnung und Identifikationssysteme ebenfalls nicht einzuhalten sind. Im folgenden sind dies:

- Zentrale Erfassung aller Schweinehaltungen in der Datenbank bis zum 31.12.2000

- Erfassung der Verbringung von Ferkeln aus ihrem Geburtsbetrieb bis zum

31.12.2000

- Erfassung aller Verbringungen von Schweinen aus ihrem Betrieb bis zum 31.12.2001

7.) Schweinepest (ESP)

Im Mai letzten Jahres sind neue Schutzmaßregeln gegen das Auftreten von Schweinepest bei Wildschweinen in Kraft getreten. Diesen strengen Handelsrestriktionen unterliegen zwischenzeitlich gefährdete Regionen in sechs Bundesländern: Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Thüringen. Weiter wird über Regelungen zur Notimpfung und sich daraus ergebender Handelsrestriktionen nachgedacht.

8.) Aujeszkysche Krankheit (AK)

Deutschland führt seit Jahren ein Sanierungsprogramm zur Tilgung der AK durch. Die fünf ostdeutschen Länder und Rheinland-Pfalz haben bereits die Anerkennung als AK-freie Region erlangt. Nach Auffassung des ZDS soll die Sanierung der anderen Bundesländer vorangetrieben werden, um Restriktionen abbauen zu helfen.

9.) Salmonellenprogramm

Die einjährige Erprobungsphase ist abgelaufen und die Ergebnisse sind zufriedenstellend. Sie halten einem europäischen Vergleich durchaus stand. Jetzt ist die Wirtschaft gefordert, das Programm fortzuführen, allerdings ist das in der gespannten Preissituation wohl kaum zu erwarten. Für den Fall, dass die Bemühungen der Wirtschaft um eine freiwillige Fortführung des Salmonellenprogrammes nicht zügig zum Erfolg führen, wurde aus dem BML eine Verordnung angekündigt, mit der eine flächendeckende Salmonellen-Überwachung gewährleistet werden soll.

10.) Tierkörperverwertung

In Deutschland gilt der höchste Standard bei der Tierkörperverwertung (133°C, 30Minuten bei 3 bar). Die Umsetzung dieses hohen Standards für Gesamteuropa bereitet Probleme, weshalb zu Kompromissen gegriffen wird, die einen Einsatz als Futtermittel in Frage stellen. Als Folge ist nur eine Vernichtung über Verbrennung oder Biogasanlage möglich, was bei Umlegung der Kosten eine Mehrbelastung der Produzenten darstellt.

11.) Arzneimittelrecht

Mit dem 1.1.2000 wird vielen Arzneimitteln die Zulassung entzogen, womit sich das Arzneimittelspektrum etwas einengt. In der Regel stehen aber alternative Wirkstoffe zur Verfügung.

12.) Schlachtschweinevermarktung

Seit einiger Zeit besteht Rechtsunsicherheit in verschiedenen Bereichen des Marktgeschehens

- bei Abzügen der Schlachthöfe für verworfene Innereien; diese stehen oft im Widerspruch zu

Bestimmungen des Vieh- und Fleischgesetzes. Alle Erzeuger sollten daraufhin ihre Abrech-

nungsmasken prüfen.

- Mit der Änderung der Handelsklassen-Verordnung vom 23.7.1997 sind die rechtlichen Vor-

aussetzungen für die Schlachtkörperklassifizierung mit dem vollautomatischen Autofom-

Gerät geschaffen worden.

- Seitens des Bundeskartellamtes wird z.Zt. geprüft, inwieweit die Preisbildung und die

Vereinbarung von Abrechnungsmasken mit dem Kartellrecht vereinbar sind.

13.) Lebensmittelsicherheit

Vor dem Hintergrund der verschiedensten Skandale, die immerwieder auftreten, hat die EU-Kommission eine Anzahl von Maßnahmen vorgesehen, die die Lebensmittelsicherheit und

- überwachung regeln sollen. Dazu soll ein Maßnahmenkatalog der EU erarbeitet werden, durch den auf allen Ebenen landwirtschaftlicher Produktion eine höhere Transparenz erreicht wird. In allen EU-Mitgliedsstaaten sollten Lebensmittel unter vergleichbaren Bedingungen hergestellt werden.

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"Schwer" in Ordnung ? - Die neue Nord-West-Maske beeinflußt das optimale Schlachtgewicht für Mastschweine

Dr. E. Meyer, M. Steinberg, Neue Landwirtschaft 2 / 2000 S. 66

Trotz bundesweiter berufsständischer Proteste nach der Überrumpelung der Erzeuger mit einer veränderten Auszahlungsmaske im August 1999 ist diese nun auch in Ostdeutschland in den meisten Großschlachtstätten zur Realität geworden. Somit stellt sich spätestens jetzt die Frage, welche Möglichkeiten und Spielräume es für die Mäster gibt, sich an die veränderten ökonomischen Bedingungen anzupassen. Die Optimierung des Mastendgewichtes ist dabei für den Mäster wesentlich leichter direkt zu beeinflussen als die biologische Leistungsfähigkeit. Im Lehr- und Versuchsgut Köllitsch wurde diesbezüglich eine Studie vorgenommen, die den Einfluß unterschiedlicher Mastendgewichte auf das Leistungsvermögen sächsischer Mastschweine unter Praxisbedingungen bestimmt. Dabei standen neben den biologischen und ökonomischen Leistungen auch Veränderungen der subjektiven und objektiven Fleischbeschaffenheit im Blickfeld.

Als Fazit kann zusammengefaßt werden, daß bei steigenden Endgewichten die Futterverwertung sinkt und sich die Schlachtkörperzusammensetzung verschlechtert. Entscheidend für die Höhe der Schlachtendmasse sind der Basispreis, die bereits erreichten Speckmaße sowie die Futterkosten je kg Zuwachs oberhalb 100 kg Lebendmasse. Bei niedrigen Auszahlungspreisen unterhalb von 2 DM je kg müssen das Zunahmeniveau hoch, der Verfettungsgrad niedrig und die Futterkosten günstig sein (unter 29 DM/dt), damit sich Ausstallmassen von über 115 kg im Mittel über beide Geschlechter rechnen. Am besten rentieren sich hohe Ausstallungsgewichte natürlich bei hohen Schlachtschweinepreisen. Wichtig ist also nicht das Einhalten fixer Gewichtsgrenzen laut Maske, sondern die tierindividuelle Selektion je nach erreichtem Speckmaß und Zunahmeniveau. Dabei spielt das geschulte Auge des Mästers eine enorme Rolle und birgt häufig noch die größten Reserven. Bei der Beurteilung der Fleischqualität tendieren die schwereren Tiere mit entsprechender genetischer Disposition schneller zum PSE-Syndrom, hinsichtlich des Geschmackes wurden die Eigenschaften des Fleisches fetterer Tiere eindeutig besser bewertet (was leider in der Bezahlung auch heute noch keine Rolle spielt.

Zu theoretischen Veränderungen, die sich durch die veränderte Vergütungsmaske hinsichtlich der relativen Bedeutung der Mast- und Schlachtleistungsmerkmale ergeben sei noch auf den im Septemberheft 1999 der Neuen Landwirtschaft erschienenen Artikel von Matthes verwiesen.

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Schweineprofis diskutieren online

SUS 6 / 1999 S. 14

Hier wird eine Möglichkeit des Erfahrungsaustausches zwischen Schweineproduzenten aufgezeigt. Der Schweinetreff im Internet wird sehr intensiv für den Gedanken- und Erfahrungsaustausch genutzt. Aus dem großen und interessanten Angebot von Fragen und Antworten werden fünf vorgestellt:

- Besamungsgurte und andere Utensilien

- PRRS-Sauenimpfung

- Desinfektion im Maststall

- Rattenbekämpfung

- Viele kleine Würfe - was tun?

Diese und andere Fragen sowie die entsprechenden Antworten sind immer aktuell aus dem Internet zu erhalten. Bei Problemen und für Anregungen im Managementbereich ist das Intenet eine echte Alternative in der modernen Schweineproduktion und schon bald wird es aus dem Betriebsalltag nicht mehr wegzudenken sein.